Der alltägliche WahnsinnMay 21, 2010 1:07 pm

Der Viessmann-Fachhandelspartner aus Knüllwald-Remsfeld wirbt auf seiner Internetpräsentation u. a. mit dem Satz:

"Bei uns zählen noch die alten Werte"

Darunter stellt sich der Kunde etwas anderes vor, doch hier die Schilderung wie der Kunde den Service dieser Firma erleben durfte:

Im Haus des Kunden der Firma aus Knüllwald-Remsfeld ist seit 2008 eine Gastherme Vitodens 200 der Firma Viessmann eingebaut. Bisher lief die Therme zwei Jahre ohne Beanstandungen. Doch am Samstag, den 15.05. streikte die Therme und die rote Störungs-LED blinkte. Der Kunde saß kalt, keine Heizung und kein warmes Wasser. Heizungen haben ja immer die fiese Angewohnheit dann auszufallen, wenn es entweder besonders kalt oder Wochenende ist. Am 15. Mai war beides, es war besonders kalt und Wochenende.

Der Kunde rief beim Viessmann-Fachhandelspartner in Knüllwald-Remsfeld an, der Chef der Heizungsbaufirma selbst kam wenig später zum Kunden, besah sich die Therme, las die Fehlermeldung aus, kontrollierte Spannungen an verschiedenen Punkten, tauschte die Zünd-und Ionisationselektrode aus und telefonierte mit dem Werkskundendienst der Firma Viessmann in Allendorf an der Eder. Danach wechselte der Heizungsbauer aus Knüllwald-Remsfeld den Gaskombiregler und die Regeleinheit der Therme. Die Ersatzteile mussten erst in der Niederlassung der Firma Viessmann in Kassel geholt werden. Nach Einbau der Regeleinheit und des Gaskombireglers zeigte die Heizung den gleichen Fehler. Nach weiteren Telefonaten mit der Firma Viessmann brach der Heizungsbauer die Reparatur ab. Festzuhalten bleibt noch, daß beim Ausbau der Regeleinheit die Bedienteilklappe an der Therme beschädigt wurde.

Dem Kunden erklärte der Heizungsbauer und Firmeninhaber aus Knüllwald-Remsfeld, daß nun am Montag der Werkskundendienst der Firma Viessmann kommt um die Therme instandzusetzen. Der Kunde war verständlicherweise nicht sonderlich begeistert, es ist schliesslich kein Vergnügen das Wochenende ohne Heizung zu verbringen, wenn draußen gerademal 10 Grad Celsius herrschen. Dieser Ansicht muss man auch bei der Firma Viessmann in Allendorf an der Eder gewesen sein. Am Samstagabend rief ein freundlicher Kundendienstmitarbeiter an und teile dem Kunden mit, daß am Sonntag zwischen 10.00 Uhr und 11.00 Uhr ein Viessmann-Kundendiensttechniker die Therme reparieren werde.

Am Sonntag zwischen 10.00 und 11.00 Uhr traf der Kundendiensttechniker der Firma Viessmann beim Kunden ein, besah sich kurz die Therme, baute den vom Heizungsbauer und Viessmann-Fachhandelspartner aus Knüllwald-Remsfeld bereits neu eingebauten Gaskombiregler wieder aus und entdeckte, daß anstelle der Gasdüse noch die Schutzblende im neuen Gaskombiregler steckte. Die Gasdüse befand sich noch im alten Gaskombiregler. Nach einsetzen der Gasdüse in den neuen Gaskombiregler und Einbau in die Therme funktionierte die wieder wie gewohnt. Der Techniker prüfte noch die Abgaswerte und damit war die Reparatur abgeschlossen. Die ganze Aktion hat nicht länger als 30-45 Minuten gedauert. Zu der Sachlage der nicht eingesetzten Gasdüse äußerte sich der Techniker der Firma Viessmann verständlicherweise nicht, das solle der Kunde mit seinem Viessmann-Fachhandelspartner und Lieferanten der Therme klären.

So sieht eine fachgerechte und kundenfreundliche Reparatur aus. Der Viessmann-Kundendiensttechniker verstand sein Handwerk, war äußerst kompetent und freundlich.
   
Dem Heizungsbauer und Viessmann-Fachhandelspartner aus Knüllwald-Remsfeld dagegen schien die Freundlichkeit übers Wochenende abhanden gekommen zu sein. Der kam nämlich am Montag beim Kunden vorbei. Ohne Gruß und ohne auf die Sachlage einzugehen, verlangte er nach den Altteilen und reagierte auch nicht, als ihn der Kunde sachlich vom Ablauf der Dinge informierte.

Die ganze Aktion am Sonntag, einschließlich Einsatz des Viessmann-Werks-Kundendienstes, hätte nicht sein müssen, auch hätte der Kunde nicht einen Nachmittag und Abend bei 14 Grad Celsius und kaltem Wasser verbringen müssen. Die Therme hätte bereits am Samstagnachmittag wieder laufen können, wenn der Heizungsbauer aus Knüllwald-Remsfeld die Gasdüse in den neuen Kombiregler eingesetzt hätte. Dazu hätte es nur bedurft, sich mit der Montageanleitung vertraut zu machen, denn da wird explizit darauf hingewiesen, daß die geschlossene Blende entfernt und die Gasdüse eingesetzt werden muss.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Das ist jedoch nicht das Entscheidende, Fehler passieren schließlich jedem. Was den Kunden jedoch ganz entschieden stört ist das Verhalten des Heizungsbauers und Viessmann-Fachhandelspartners aus Knüllwald-Remsfeld. Der spielt jetzt die beleidigte Leberwurst, beantwortet weder Emails und äußert sich auch sonst mit keiner Silbe zum Sachverhalt. Da hätte der Kunde mit einer anderen Reaktion gerechnet, schließlich war der Kunde in der vergangenen Zeit guter Kunde dieser Heizungsbaufirma und mit der handwerklichen Ausführung der Arbeiten der Firma zufrieden. Dazu muß man allerdings anmerken, daß die Arbeiten nicht vom Chef der Firma selbst, sondern durch seine Mitarbeiter, einen Gesellen und einen Auszubildenden ausgeführt wurden, die ihr Handwerk hervorragend verstanden.

Und was kommt dabei heraus, wenn der Heizungsbauer aus Knüllwald-Remsfeld selbst Hand anlegt?

Bilder hochladenInzwischen hat der Kunde feststellen können, daß die WILO-Zirkulationspumpe, die der Kunde im November 2009 als äußerst sparsam, mit einem Stromverbrauch von 2 Watt/h vom Chef empfohlen bekam und auch gekauft hat, einen tatsächlichen Stromverbrauch von 22 Watt/h aufweist. Also über das Zehnfache! Nun wurde die Firma aus Knüllwald-Remsfeld vom Kunden aufgefordert, entweder eine Zirkulationspumpe mit dem in der Rechnung deklarierten Stromverbrauch von 2 Watt/h einzubauen oder den alten Zustand wieder herzustellen.

Nun kann der Heizungsbauer aus Knüllwald-Remsfeld ja gerne versuchen die Sache auszusitzen oder den Kopf in den Sand zu stecken. Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.  

Wie war das noch: "Bei uns zählen noch die alten Werte?" Irgendwie muß sich der Heizungsbauer aus Knüllwald-Remsfeld da wohl verzählt haben.

Der Kunde hat die Firma Viessmann vom sonderbaren Geschäftsgebaren ihres Handelspartners unterrichtet.

Der alltägliche WahnsinnNovember 9, 2007 8:56 pm

Sind Sie schon mal angezeigt worden? Ist die Anzeige ungerechtfertigt gewesen, konnten Sie Ihre Unschuld beweisen oder wurde das Verfahren eingestellt, wurden Sie freigesprochen? Dann sollten Sie bei Ihrer Polizeidienststelle oder Ihrem Polizeipräsidium einen formlosen Antrag auf Löschung personenbezogener Daten stellen. Sonst stehen Sie für ewig und alle Zeiten im Polizeicomputer, auch wenn sie nichts verbrochen haben.
Nur durch Zufall erfuhr ein Bürger, dass er mehrfach wegen verschiedener Delikte im Computersystem der Polizei gespeichert ist. Er erfuhr dies, als er bei einer Polizeistation eine Anzeige aufgeben wollte. Der diensthabende Beamte sagte dem Anzeigenerstatter: “Sie sind aber auch kein unbeschriebenes Blatt, da liegt hier einiges vor”. Was genau wollte der Beamte nicht erzählen. Das tat dann am nächsten Tag der zuständige stellvertretende Dienststellenleiter, bei dem der Anzeigenerstatter vorstellig wurde. Von ihm erfuhr er, dass er mit den Delikten Sachbeschädigung, Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz im Polizeicomputer vertreten ist.

Der polizeilich datenerfasste Bürger wunderte sich, dass er noch frei herumlaufen durfte. Möglicherweise liegt das daran, dass es wegen der erfassten Delikte, die über zwanzig Jahre zurückliegen, keine Verurteilung gab und sich herausstellte, dass kein Straftatbestand gegeben war. Allesamt stammten die Einträge aus ungerechtfertigten Anzeigen eines missliebigen Nachbarn. Aber was haben die Daten dann noch im Polizeicomputer zu suchen?

Auf Anfrage in der entsprechenden Abteilung des Polizeipräsidiums erfuhr der Bürger, dass alle zur Anzeige gebrachten Tatbestände erstmal im Polizeicomputer erfasst werden. Da bleiben sie, ob der Bürger später freigesprochen wurde, das Verfahren eingestellt, oder gar nicht erst eröffnet wurde, interessiert da nicht. Das kann die Polizei lt. Auskunft eines sachkundigen Beamten in ihrem hochunintelligenten Computersytem gar nicht sehen. Dazu müssten die Akten vom Gericht beigezogen werden.

Somit stehen im Polizeicomputer Daten unschuldiger Bürger!

Nicht nur die DDR sammelte seinerzeit Daten über ihre Bürger. Mielkes Erbe scheint auch im wiedervereinten Deutschland auf fruchtbaren Boden gefallen sein. Wundern Sie sich mal nicht wenn es plötzlich an die Tür klopft und heisst:”Guten Abend, hier ist die Stasi Polizei, sie sind verhaftet.”